| Unternehmensberatung

Vortrag "Die Datenschutzgrundverordnung" von Matthias Herkert (Leiter Consulting)

Ab dem 25.05.2018 wird es ernst: Nach der zweijährigen Übergangsfrist gelten ab diesen Zeitpunkt die neuen Vorschriften zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten und zum freien Verkehr solcher Daten.

Alle betrieblichen Abläufe sind mit Blick auf neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) zu überprüfen und ggf. anzupassen. Schützen Sie sich als Unternehmer vor empfindlich hohen Strafen von bis zu 4 Prozent des Umsatzes bzw. 20 Mio. EUR, die bei unzureichendem Datenschutz oder fahrlässigem Verhalten bei der Datenverarbeitung personenbezogener Daten drohen können. Ergreifen Sie jetzt die notwendigen Maßnahmen! Im Vortrag werden zu allen wichtigen Fragen Fallbeispiele und Empfehlungen aus der Praxis gegeben.

Zu dem Vortrag sind Sie herzlichst eingeladen:

Donnerstag, 25. Januar 2017, Beginn 18.00 Uhr

ALLEUM Akademie Allensbach,

Von-Steinbeis-Straße 16, 78476 Allensbach

Anmeldepauschale von 20,- €

Sie können sich über den Link anmelden.

 

| Steuer- und Rechtsberatung, Kanzlei

Wir können digital

Möchten Sie mehr individuellen Nutzen aus Ihrer Buchhaltung ziehen?
Wir helfen Ihnen ihre Verwaltungsprozesse zu straffen, die Möglichkeiten der Digitalisierung konsequent für Ihre Verwaltung zu nutzen und ihre Abläufe durch ERP- und CRM-Systeme zu optimieren.
Auch Fragen zum Datenschutz oder IT-Recht beantworten wir ihnen gerne.

Buchhaltung ist bei reichert & reichert digital. Dies beginnt beim Datenimport, der vollständig digital erfolgen kann. Ihre Bankdaten rufen wir online ab, ihre Kundenrechnungen können Sie uns aus der Rechnungsausgangsliste digital übermitteln, Ihre Eingangsrechnungen übermitteln Sie uns als Scan und auch Kassendaten, Lohndaten usw. werden uns elektronisch überspielt. Dabei helfen wir Ihnen natürlich gerne.

Dies ermöglicht uns zeitnah zu buchen und Ihnen auch jede gewünschte Auswertung aus der Buchhaltung zeitnah online zur Verfügung zu stellen. Dies betrifft Offene-Posten-Listen für Ihr Mahnwesen, das wir natürlich auch gerne für Sie übernehmen können. Es betrifft aber auch die Möglichkeit, Buchhaltungsdaten automatisiert in Ihr Controllingsystem einzulesen. So können wir Sie bei der Steuerung und Erfolgskontrolle Ihres Unternehmen jederzeit unterstützen.
Oft macht es Sinn, bei der Optimierung des Buchhaltungsprozesses auch bei Ihnen Verwaltungsabläufe zu vereinfachen und zu verschlanken. Evtl. auch manches auszulagern, was wir schneller und kostengünstiger für sie erledigen können ohne dass Sie die Herrschaft über Ihre Daten verlieren. 

Denken Sie auch an den Schutz Ihrer Daten, nutzen Sie dazu unser Beratungsangebot.

Gerne begleiten wir natürlich auch Ihre IT-Projekte und Ihre Projekte im Online-Handel. Wir können Sie bei der unternehmerischen Umsetzung wie auch in bei der rechtlichen Ausgestaltung beraten.

Rufen Sie uns an unter +49 7731 9587-0 oder schreiben uns eine E-Mail an
kanzlei@reichert-reichert.de

 

| Steuer- und Rechtsberatung

Änderung im Schweizer Mehrwertsteuergesetz ab dem 01. Januar 2018

Per 1. Januar 2018  tritt die Teilrevision des Schweizer Mehrwertsteuergesetzes (MWSTG) in Kraft. Zwei wesentliche Punkte sind dabei die Anpassung der MWST-Sätze und die Erweiterung der subjektiven Steuerpflicht für ausländische Unternehmen (Art. 10 Abs. 2 MWSTG).

 

Neue Steuersätze

Normalsatz:                                                   7,70 % ( bisher 8,0%)

Sondersatz Beherbergungsleistung:                  3,70 % ( bisher 3,8%)

Reduzierter Satz:                                           2,50 % ( bisher 2,5%)

 

Maßgebend für den anzuwendenden Steuersatz ist ausschließlich der Zeitpunkt bzw. der Zeitraum der Leistungserbringung (und nicht das Datum der Rechnungsstellung oder der Zahlung). Eine Leistung, welche im Jahre 2018 erbracht wird, muss demnach mit dem neuen Steuersatz fakturiert werden. Dies gilt auch dann, wenn die Rechnung (im Sinne einer Vorauszahlung) bereits im Jahre 2017 gestellt wird. Deshalb sind sowohl die alten als auch die neuen Steuersätze ab dem 4. Quartal 2017 auf den Abrechnungsformularen aufgeführt.

 

In einer Rechnung können gleichzeitig sowohl Leistungen zum alten als auch Leistungen zum neuen Steuersatz aufgeführt werden. In jedem Fall müssen jedoch das Datum und der Zeitraum der Leistungserbringung je Steuersatz klar ersichtlich sein. Ist dies nicht der Fall, ist die Gesamtleistung zum bisherigen höheren Satz steuerbar.

 

Erweiterte Mehrwertsteuerpflicht ab dem 01.01.2018

Nach geltendem Recht (bis zum 31.12.2017) fließen nur die Umsätze in die Bemessungsgrundlage – CHF 100.000.00 – ein, welche in der Schweiz erzielt werden.  Mit der Neuregelung ändert sich die Bemessungsgrundlage der CHF 100.000,00 dahingehend, dass nicht mehr nur die in der Schweiz ausgeführten Umsätze, sondern die Weltumsätze     (und damit auch die deutschen Umsätze) eines Unternehmens berücksichtigt werden.

Die Registrierungspflicht kann demzufolge bereits ab dem ersten Franken Umsatz in der Schweiz gegeben sein.

Nur noch bei sehr wenigen Kleinstunternehmen wird demzufolge eine Registrierungspflicht entfallen, bei der großen Masse von Unternehmen jedoch die Registrierung in der Schweiz zur Pflicht werden, da der weltweite Umsatz die Grenzen CHF 100.000,00 überschreitet. Mit der Registrierung müssen Sie einen Fiskalvertreter benennen und Ihre Rechnungen mit Schweizer MWSt fakturieren. Die Schweizer Vorsteuer kann geltend gemacht werden.

Von der Mehrwertsteuer ausgenommene Leistungen (Medizin, Erziehung, Bildung, Kultur, Versicherungen, Finanzen etc.) sind für die Ermittlung der Steuerpflicht nicht zu berücksichtigen.

Aufgrund dieser Neuerung raten wir Ihnen, Ihre Leistungsbeziehungen in die Schweiz zu prüfen, um rechtzeitig die notwendigen Schritte einleiten zu können.

Der Lieferbegriff geht in der Schweiz weiter als in anderen Ländern. Leistungen, die im Ausland als Dienstleistungen gelten, können in der Schweiz als Lieferung eingestuft werden und so zu einer MWST-Pflicht führen. Dies trifft vorwiegend im Baugewerbe zu. (Das Streichen einer Hauswand, das Decken eines Daches, die Vermietung von EDV oder eines Fahrzeugs, die Installation von Software oder der Verkauf von elektrischem Strom wird in der Schweiz beispielsweise als Lieferung taxiert.)

Neben der allgemein gebräuchlichen Definition des Begriffs versteht das MWSTG folgendes (nicht abschließend):

- Arbeiten an Gebäuden, Straßen, Brücken, Grundstücken, Kanalisation etc. (z.B.

  Schneeräumen, Abbrucharbeiten);

- Lieferung eines Gebäudes, das der Generalunternehmer für Rechnung eines Dritten

  errichten ließ;

- Bepflanzung und Bewirtschaftung des Bodens (Pflügen, Eggen, Rebbau, Gartenbau),

  Gewinnung von Gegenständen (z.B. Kiesabbau, Holzschlag- und Erntearbeiten);

- Änderungs-, Reparatur-, Reinigungsarbeiten (z.B. bei Kleidern, Uhren, Maschinen,        

  Gebäuden);

- Einstell- und Inbetriebsetzungsarbeiten, Funktionskontrolle (z.B. Maschine), Service-,

  Unterhalts- und Kontrollarbeiten (auch im Rahmen von Abonnementsverträgen);

- Vermietung/Verleasen eines Fahrzeugs, eines Fernsehgeräts, von EDV-Material etc.;

- Software-Installationen bei Kunden vor Ort;

- Verkauf von Lebensmitteln und Getränken, Medikamenten, Büchern, Zeitungen;

- Lieferung von Gas, Wasser, Elektrizität, Brennstoffen, Wärme, Dampf;

- Tierpflege durch einen Tierarzt oder in einem Hundesalon.

 

Weitere Informationen hierzu finden Sie in der Anlage.

 

Erweiterung der Mehrwertsteuerpflicht ab dem 01.01.2019

Eine weitere Neuerung wird ab dem 01. Januar 2019 in Kraft treten, nämlich die Mehrwertsteuerpflicht für Einfuhren von Kleinsendungen für mindestens CHF 100.000,00 pro Jahr vom Ausland in die Schweiz. Kleinsendungen sind jene, deren Einfuhrsteuer nicht mehr als CHF 5,00 beträgt.

 

Gerne stehen wir Ihnen bei diesem steuerlichen Anliegen mit Rat und Tat zur Seite.

 

Rufen Sie uns an unter +49 7731 9587-0 oder schreiben uns eine E-Mail an
kanzlei@reichert-reichert.de

 

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Einladung zur Informationsveranstaltung am 23.11.2017 im Weingut Vollmayer

Der Fortschritt macht keinen Halt. Auch Bereiche, die wir längst für digitalisiert hielten, werden von der neuesten technischen Entwicklung erfasst. Welche Herausforderungen und Möglichkeiten bieten diese Entwicklungen im Bereich der Finanzbuchhaltung? Wie muss Buchhaltung heute sein? Welche Änderungen birgt die GoBD eigentlich? Und wieso ist das eine Gefahr bei der nächsten Betriebsprüfung?

 

Wir möchten Sie informieren über die Digitalisierung der Buchführung und über die GoBD. Hierzu laden wir Sie herzlich ein:

 

Donnerstag, 23. November 2017, Beginn 17.45 Uhr

Weingut Vollmayer, Elisabethenberg 1, 78247 Hilzingen

 

Den Auftakt macht Dr. Hansjörg Reichert. Er wird zum Thema Buchhaltung total digital referieren und die enormen Potenziale dieses Prozesses aufdecken. Erfahren Sie, welche ganz persönlichen Vorteile und Möglichkeiten sich aus dieser Entwicklung für Sie und Ihre Firma eröffnen.   

 

Im zweiten Abschnitt unserer Informationsveranstaltung macht Herr Christian Lieb auf die Gefahren der neuen GoBD für Ihr Unternehmen aufmerksam. Er berichtet, worauf die Betriebsprüfer in Zukunft ihr Augenmerk legen.

 

Natürlich lassen wir Sie nicht im Regen stehen, denn wo Gefahren lauern, da gibt es auch rettende Ufer. Wie Sie an eben jenes gelangen, das erläutert Lisa-Sabrina Lais mit ihren Ausführungen zur Verfahrensdokumentation und internen Kontrollsystemen.

 Das vollständige Programm können Sie hier herunterladen.

Anschließend an die Vorträge laden wir Sie gerne zu einem Apero mit Weinverkostung und Dünnespezialitäten ein.

 

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung bis zum 21.11.2017 per E-Mail an v.kern@reichert-reichert.de oder per Telefon 07731 9587-0

 

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DSGVO und die Forderung nach „privacy by default“

Mit der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) wird spätestens am 25. Mai 2018 die in Artikel 25 Absatz 2 DSGVO normierte Anforderung der „datenschutzfreundlichen Voreinstellungen“ für alle Verarbeitungen personenbezogener Daten umgesetzt sein müssen.
Und auch wenn die Grundidee nach aus Sicht des Datenschutzes benutzerfreundliche Voreinstellungen dem aus dem BDSG bereits bekannten „Erforderlichkeitsprinzip“ nicht unähnlich ist, wird über die Anforderung nochmals auch die Zielrichtung des Datenschutzes besonders deutlich. Anders als etwa aus Sicht der Datensicherheit sind personenbezogene Daten aus Sicht des Datenschutzes in einer Kommunikation zwischen A(lice) und B(ob) nicht durch einen unbestimmten „Man-in-the-Middle“ (Mallory) in Gefahr – der wahrscheinlichste Angreifer ist vielmehr B(ob) selber!
Die Prinzipien des Datenschutzrechtes schützen damit einen (vermeintlich) schwachen Betroffenen vor einem (vermeintlich) starken Datenverarbeiter. „Dritte“ rücken aus dem Fokus.
Soweit richtet sich die Forderung nach „privacy by default“ also keinesfalls (nur) an die Hersteller von IT-System. Gemeint ist vielmehr eine Verpflichtung jedes Datenverarbeiters, seine Dienst und Systeme so zu gestalten, dass im Sinne der Verordnung grundsätzlich nur personenbezogene Daten, deren Verarbeitung für den jeweiligen bestimmten Verarbeitungszweck erforderlich sind, verarbeitet werden.
Dass es dem Verordnungsgeber dabei mit der Verpflichtung des Verantwortlichen durchaus ernst war, zeigt ein Blick auf Artikel 83 Absatz 4 DSGVO, der bei Verstößen gegen die Forderung nach Datenschutz durch benutzerfreundliche Voreinstellungen Geldbußen von bis zu 10 000 000 EUR oder 2% des gesamten weltweit erzielten Jahresumsatzes vorsieht.
Und wie kann die „abstrakte Forderung“ der DSGVO nach „privacy by default“ in der Praxis umgesetzt werden? Erwägungsgrund 78 führt hierzu durchaus umsetzungsorientiert unter anderem technische und organisatorische Maßnahmen zur Datenminimierung, eine schnellstmögliche Pseudonymisierung, Transparenz in Bezug auf die Funktionen und die Verarbeitung personenbezogener Daten oder die Möglichkeiten der Überwachung der Verarbeitung durch den Betroffenen an.
Das bei der weiteren Konkretisierung die in Aussicht stehenden Handreichungen und Stellungnahmen der Aufsichtsbehörden zukünftig eine wertvolle Hilfe sein können steht außer Frage – mit Blick auf die zu erwartenden Engineeringzeiten der gegebenenfalls notwendigen Systemgestaltungen dürfte es „auf den letzten Metern“ vor dem 25. Mai 2018 hierbei zeitlich jedoch eng werden.
Wie im Kontext vieler Anforderungen der DSGVO rücken damit auch bei der Gestaltung von Lösungen zum Datenschutz durch datenschutzfreundliche Voreinstellungen proaktive Datenschutz-Managementsysteme mit strukturierten und dokumentierten Lösungsräumen weiter in den Fokus. „One-size-fits-all“-Lösungen wird es unter der DSGVO nur noch wenige geben – die Forderung nach betroffenenspezifischen (u.a. also zielgruppenspezifischem) „default“ ist dafür nur ein Beispiel.

 

Autor: Dipl.-Kfm. Matthias Herkert, Leiter Consulting

 

Mehr zu dem Thema können Sie in unserem Querdenker zum Thema Datenschutz nachlesen.