Fachnews 20.06.2024

Aus dem Datenschutz-Blog: AI-Act – ein Überblick

Der sog. Artificial Intelligence Act (AI-Act, KI-Gesetz) wurde am 13. März 2024 vom Europäischen Parlament beschlossen und am 21. Mai 2024 von den Mitgliedsstaaten der EU verabschiedet. Dieses Gesetz definiert erstmals einheitliche Standards zur Regulierung des Einsatzes von KI-Systemen in der EU. Der folgende Beitrag gibt einen kurzen Überblick darüber, wie das neue Gesetz die Risiken von KI-Systemen minimieren will und liefert erste Handlungsempfehlungen für betroffene Unternehmen.

KI ist in aller Munde und wenn nicht bereits geschehen, wird sich früher oder später jedes Unternehmen überlegen, bestimmte Aufgaben von KI-Systeme erledigen zu lassen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Doch neben Effizienzsteigerungen, Qualitätsverbesserungen oder einer besseren Entscheidungsfindung gehen mit dem Einsatz von KI auch einige Gefahren einher. Diese umfassen bspw. Diskriminierung bestimmter Bevölkerungsgruppen, die Einschränkung der Privatsphäre oder die Verbreitung von Desinformation. Den Bedrohungen, die von KI-Systemen ausgehen, war sich auch die Europäische Union bewusst.

Die Regelungen des AI-Acts zielen insbesondere darauf ab, diesen Risiken zu begegnen und sie zu minimieren. Dabei werden neben Anbietern, Entwicklern und Betreibern innerhalb der EU auch Anbieter von KI aus Drittländern, die ihre Systeme in der EU betreiben oder einführen wollen, adressiert. Da sich sicher kein Unternehmen gerne mit Aufsichtsbehörden rumschlägt oder Bußgelder und einen Imageschaden aufgrund der Nichteinhaltung von rechtlichen Vorschriften riskiert, wollen wir uns im Folgenden ansehen, was auf Unternehmen im europäischen Markt zukommen wird.

 

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