Fachnews Neue Regeln für Unternehmen durch EmpCo-Richtlinie und UWG-Änderungen Donnerstag, 20. August 2026
Das Jahr 2026 markiert einen weiteren Meilenstein zum Thema Greenwashing:Die EU-EmpCo-Richtlinie (EU 2024/825) leitet Unternehmen noch mehr hin zu ehrlicher Nachhaltigkeitskommunikation. In Deutschland wird die Richtlinie durch das Dritte UWG-Änderungsgesetz umgesetzt, das ab dem 27. September 2026 strikte Vorgaben schafft.Wir erläutern, wo Änderungen sind und wie Unternehmen vorgehen können. EmpCo-Richtlinie: Strengere Regeln und Verbote Die „Empowering Consumers for the Green Transition“-Richtlinie (EmpCo) tritt am 27. September 2026 in Kraft und ergänzt die EU-Richtlinien zu unlauteren Geschäftspraktiken.Sie verbietet irreführende Umweltaussagen wie „klimaneutral“ oder „umweltfreundlich“, es sei denn, sie sind durch wissenschaftliche Nachweise gestützt.Ziel ist ein nachhaltigerer Konsum, bei dem VerbraucherInnen Produkte besser bewerten können. Besonders betroffen sind zu generelle und aussageschwache Claims: Pauschale Begriffe wie „nachhaltig“ erfordern künftig den Nachweis „anerkannter hervorragender Umweltleistungen“, z. B. durch EU-Umweltzeichen. Private Siegel ohne strenge Zertifizierung sind unzulässig. Und Zukunftsversprechen, wie etwa „Klimaneutralität bis 2030“, müssen in einem detaillierten, öffentlich einsehbaren Umsetzungsplan mit messbaren Zwischenzielen und externer Prüfung definiert sein. Allgemeine unternehmensbezogene Claims (z.B. "unser Betrieb ist klimaneutral") unterliegen weiter dem Irreführungsverbot. UWG-Neuerungen 2026: Verschärfte Schwarze Liste Weitere Greenwashing-Verbote werden zur "Schwarzen Liste" hinzugefügt. Werbeaussagen zu Emissionen, die auf Kompensation (Offsetting) beruhen, sind für Produkte verboten - "CO₂-neutral" gilt nur bei realen Reduktionen.Neue Pflichten gelten auch Aussagen zur Haltbarkeit, Reparierbarkeit und Software-Updates:Hersteller müssen klare Angaben machen, um Langlebigkeit zu fördern. Verstöße gelten als unlauter und erhöhen die Abmahnrisiken erheblich. Auswirkungen für Unternehmen Was sollte nun auf den Weg gebracht werden? Onlineshops und Werbetexte müssen geprüft werden: Viele gängige Formulierungen werden mit dem 27.9.2026 quasi "illegal" und abmahnfähig. Wir raten daher: Prüfen Sie Ihre Werbeaussagen und Claims umgehend auf Beweiskraft und erstellen Sie Umsetzungspläne. Denn Abmahnwellen durch Verbraucherschützer sind ab September 2026 zu erwarten. Die Frist ist knapp – die Umsetzung in Deutschland erfolgte bereits im Februar 2026, die volle Anwendung folgt schon im Herbst. Unsere Handlungsempfehlungen Führen Sie ein Audit Ihrer Werbeaussagen durch und und konkretisieren Sie Aussagen auf Werbemitteln. Entwickeln Sie Umsetzungspläne für Zukunftsclaims Schulen Sie Marketing-Teams und passen Sie AGBs an, um Haftungsrisiken zu minimieren Holen Sie rechtliche Beratung dazu ein - sprechen Sie uns gern an! Fazit: Chance statt Risiko Die Regeln schützen VerbraucherInnen und stärken glaubwürdige Unternehmen. Je eher Sie handeln, desto mehr gewinnen Sie Wettbewerbsvorteile und vermeiden Bußgelder. Bleiben Sie informiert – wir halten Sie auf dem Laufenden Zurück zur Newsübersicht
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